Willkommen

Bienen


Am Waldrand des Gütlitobels am Lindberg in Winterthur sind die Bienen seit langer Zeit heimisch. Spezifische Architekturen (Beuten) wurden durch die Menschen seit der Kultivierung der Landschaft für die Bienen geschaffen, unterschiedliche Formen geprägt von der lokalen Kultur. Aus Respekt zur Schweizer Imkertradition leben im Bienenhaus Bienenvölker, betreut in der Betriebsweise «Schweizer Kasten». Die meisten Bienenvölker sind am Waldrand und im Obstgarten in Magazinen (Bienenbeuten), Modell «Segeberger Beuten», untergebracht. Die Magazine ermöglichen eine naturnahe Haltung der Bienenvölker.  

 

"Diese Geschichte hat begonnen an einem jener Mittsommertage, da man beim Barfussgehen im Gras zum ersten Mal im Jahr von einer Biene gestochen wird.Zumindest mir ist das seit jeher zugestossen. Und inzwischen weiss ich, dass diese Tage des ersten und oft einzigen jährlichen Bienenstichs in der Regel zusammenfallen mit dem Sichauftun der weissen Kleeblüten, der erdbodennahen, worin sich die Bienen halbversteckt tummeln"

Peter Handke: Die Obstdiebin

 

 "Hinter dem Zaun wölkte Bienengetön"

Johannes Bobrowski: Kindheit in Sarkastische Zeit

 

Frühling 2020, welch ein Frühling!  Und immer wieder wird es Frühling, noch.

Garten, Hecken, Wald


Das Trachtenangebot (Nektarquellen und «Honigtau») ist an Stadträndern und Wohngebieten reichhaltiger als in Landschaften mit Monokulturen der industrialisierten Landwirtschaft und der Verwendung von Pestiziden. Der Standort unserer Bienen ist in  Flugdistanz von artenreichen Gärten, wunderbaren Hecken, Obstgärten und Wald. 

Honig, Spiegel des Terroirs


Der Honig ist abhängig von der Art und Weise wie Bienen Nektar sammeln, von den in Flugdistanz erreichbaren Blüten (Blütenhonig) und vom «Honigtau», dem aus den Leitungskanälen der Blätter gesaugten und wieder ausgeschiedenen Saft der Läuse (Blatthonig) und dem Zeitpunkt der Ernte. Der Honig hat seine Einmaligkeit von der Vorliebe des Bienenvolks und dem beflogenen Terroir. Bedingt durch die klimatischen Bedingungen ist der Honig jedes Jahr anders. Der helle Blütenhonig ist blumig, sehr süss mit zarten Aromen und kristallisiert rasch.  Der dunkle Sommerhonig ist je nach Lauspopulationen und  befallenen Baumarten  im Geschmack unterschiedlich, länger flüssig, bernsteinfarbig, süss, mit Zitrusaromen und leichten Bitternoten. «Honigtau» kann von den Bienen auf Blättern des Ahorn, der Eiche, der Linde, der Birke, der Buche und den Nadeln der Tanne, der Fichte und des Kiefers in den Morgenstunden gesammelt werden.